Saba212wl

Saba 212 wl, erworben am 05.05.2012. Vermutl. Bj 1933.

So wie es aussieht, unverbastelter Orginalzustand bis auf

das Skalenlämpchen und die mit Stannolpapier geflickte

Originalsicherung.

Diese Fotos absichtlich in völlig ungereinigtem Zustand:

 

Das ganze sieht auf den ersten Blick ziemlich gut aus, das Gerät stand als Dekoobjekt in einer Gaststätte in Hannover.

Der Siebelko ist natürlich völlig verwest; ich lasse ihn drin und setzte einen kleinen 15yF/450V cap unters Chassis.

Der Entstörkondensator 2x50nF parallel zur HV Sekundärwicklung ist ausgelaufen. Die Teerpfütze ist noch vorhanden. An dessen Stelle setzte ich erstmal zwei Wimas 47nF/1000V. Später werde ich den alten Cap entleeren und mit neuen Innereinen füllen, dann wiede rmit Teer verkorken.

Das eigentliche Hauptproblem sind die Drehkos; bzw deren leider von der Zinkpest befallenen Statorpaket.Verbindungsblöcke. Diese sind spröde und ca um einen mm in der Länge "gewachsen". Dadurch Plattenschluss Rotor-Stator.

Die beiden Differentialdrehkos der Antennenkopplung und der Mitkopplung sind relativ einfach zu retten. Ich zerlege Sie und schleife die Enden der Zinkteile am Schleifbock wieder auf Sollmaß. Danach pinsel ich die Teile zur Stabilisierung mit "Pattex Extreme" ein; das unterbindet auch weitere Sauerstoffzufuhr.

Zerlegter Differentialdrehko

 Die beiden Statorpakete

 Für den Hauptdrehko habe ich noch keine Lösung. Also setzte ich mit einer Adapterplatte einfach Huckepack noch einen Drehko oben drauf; damit ich erstmal testen kann ob das Gerät funktioniert

Dieser abenteuerliche Testaufbau sieht wie folgt aus:

Das funktioniert auf Anhieb erstaunlich gut. Ich baue den Drehko nochmal um; so dass man von hinten bequem den Sender (DLF) einstellen kann. Ich schalte noch zwei kermische Kondensatoren 200pF parallel, der Originaldrehko hat wohl etwas mehr C als mein Aufpfropfdrehko.

Das ist eine akzeptabel Zwischenlösung bis ich einen funktionierenden Origianldrehko gefunden habe oder meine Denkmurmel eine Idee ausgeworfen hat, wie man den Zinkpestmöller wieder reaktiviert.

Den 77 Jahre alten Stoffetzen der Lautsprecherbadeckung habe ich eine Woche in einem Einmachglas in Haushaltsreiniger mit Wasser eingelegt; 3xtäglich schütteln. Unglaublich , was da rauskommt. *Würg*

Das vorläufige Endergebnis sieht so aus:

-Fortsetzung folgt-

13 05 2012